• Ralf Metzger

Wir bauen uns ein Fotobuch


Ich hatte ja an dieser Stelle schon einmal erwähnt, dass ich insbesondere im Urlaub viel fotografiere. Diese Fotos sollen aber ja im Nachgang nicht auf der Festplatte verschimmeln, sondern sie sollen uns vielmehr immer wieder an die schöne Zeit des Urlaubs erinnern. Daher habe ich es mir angewöhnt, nach einem Urlaub immer ein Fotobuch mit den schönsten Fotos zu gestalten.


Dazu schmeiße ich erst einmal alle Fotos zusammen, also die aus meiner Kamera und die, die meine Frau und ich mit den Smartphones gemacht haben. Im ersten Schritt werden hier unscharfe Fotos aussortiert. Dann überlege ich mir Themenblöcke wie „Anreise“, „unsere Unterkunft“, „Ausflug in den Tierpark“, „Am Hafen“ etc. und suche für jedes dieser Themen einige Fotos aus. Dies mache ich in mehreren Durchgängen über mehrere Tage verteilt, bis ich eine für mich stimmige Sammlung an Fotos zu den verschiedenen Themen habe.


Diese werden dann im Lightroom bearbeitet. Hier habe ich mir das eine oder andere Preset gebaut, wobei ich für Bilder aus dem Urlaub aufgrund der großen Anzahl eigentlich immer das gleiche Standard-Preset verwende und auch wenige Nachbearbeitungen am einzelnen Bild mache. Da war ich früher exzessiver unterwegs, aber das nimmt mir inzwischen zu viel Zeit in Anspruch. Außerdem habe ich das Preset inzwischen so justiert, dass es für den Großteil meiner Urlaubsfotos passt.


Dann überprüfe ich noch einmal die Anzahl der Fotos. Für ein Fotobuch vom Sommerurlaub habe ich für mich entdeckt, dass eine Zahl von 70 bis 120 Fotos eine gute Größenordnung ist, um sie im Fotobuch zu platzieren. Damit kann das Fotobuch so gestaltet werden, dass man auch Lust hat, das ganze Buch anzuschauen und nicht nach einigen Seiten vor Langeweile abbricht. Wenn man mit einer vierstelligen Anzahl an Fotos vom Urlaub zurückkommt, ist es natürlich ein langer Weg, bis man die besten 70 bis 120 gefunden hat, das fertige Buch gibt mir aber Recht. Außerdem versuche ich ja inzwischen schon beim Fotografien, mich etwas zu mäßigen und weniger oft auszulösen oder aber am Abend in der Unterkunft schon wieder das eine oder andere Bild zu löschen.


Die Fotos werden dann in der Layout-Software des Anbieters im Buch platziert. Nachdem ich einmal mit CEWE-Fotobuch angefangen und einige andere Anbieter ausprobiert habe, bin ich inzwischen bei Saal-Digital gelandet und dort sehr zufrieden. Ich mag die Software und mir gefallen die Buchformate sowie das dicke Fotopapier der einzelnen Seiten. Außerdem ist es bei Saal-Digital möglich, gegen einen kleinen Aufpreis den Druck des Barcodes auf der Rückseite des Buches zu unterbinden. Das mögen Kleinigkeiten sein, aber so hat das Buch für mich einen noch etwas professionelleren Touch.


Bei der Gestaltung gehe ich so vor, dass ich meistens ein Buch im A4-Querformat wähle und dort die Bilder platziere. Bei meinen ersten Gestaltungsversuchen habe ich noch versucht, möglichst viele Fotos im Buch unterzubringen und auch möglichst viele Fotos pro Seite zu platzieren. So finden sich z. B. im Buch vom England-Urlaub im Jahre 2013 insgesamt 1226 Fotos, wobei auf der „schlimmsten“ Doppelseite insgesamt 43 Fotos zu finden sind. So würde ich ein Fotobuch heute natürlich nicht mehr gestalten und ich schaue mir dieses Exemplar gerne immer wieder an als bestes Beispiel für „so nicht!“. 😊


Heutzutage ist es so, dass in meinen Büchern pro Doppelseite maximal 8 Fotos zu sehen sind, manchmal auch nur eines pro Seite, dann also zwei pro Doppelseite. Außerdem kann es auch vorkommen, dass ich die eine oder andere Seite ohne ein einziges Bild gestalte, einfach um dem Betrachter etwas Luft zu geben.


Zum Schluss wird dann noch ein Titelbild ausgesucht, ein schöner Schriftzug für die erste Umschlagsseite und den Buchrücken ausgewählt sowie der Hintergrund des Umschlags farblich gestaltet.


Dann geht die Bestellung auf den Weg, nicht ohne einen der häufig per Mail angebotenen Gutscheincodes zu verwenden. Wenn die Bestellung nicht gerade kurz vor Weihnachten aufgegeben wird, wenn in der Druckerei gerade Hochbetrieb herrscht, dann ist das Buch meistens nach drei bis vier Tagen im Briefkasten.


Das nehme ich dann zum Anlass, mich am Abend mit einem Getränk und ggf. ein paar Knabbereien auf die Couch zu setzen und das fertige Fotobuch nochmal ganz in Ruhe anzuschauen, um den gerade vergangenen Urlaub noch einmal Revue passieren zu lassen.

Und außerdem bin ich immer ein Stück weit stolz, mal wieder eine so schöne Erinnerung gestaltet zu haben.

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