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Beitrag: Blog2 Post
  • AutorenbildRalf Metzger

H wie Hyperfokale Distanz (und andere fotografische Fachbegriffe)


Muss ich denn als Fotograf ein Experte für fotografische Fachbegriffe sein? Ich denke nicht. Nehmen wir zum Beispiel mal die „hyperfokale Distanz“.


Die Wikipedia schreibt dazu folgendes:


„Als hyperfokale Entfernung beziehungsweise hyperfokale Distanz wird in der Fotografie diejenige endliche Gegenstandsweite bezeichnet, bei der, wenn man auf sie fokussiert, im Unendlichen liegende Objekte mit akzeptabler Unschärfe abgebildet werden. Der gesamte mit akzeptabler Unschärfe abgebildete Bereich, die sogenannte Schärfentiefe, reicht dann von der halben hyperfokalen Entfernung bis ins Unendliche.“


Verstanden habe ich das. Aber muss ich das wissen? Nun, ich kann mir dadurch erklären, dass einige meiner Bilder, je nach Kameraeinstellung, nicht von vorne bis hinten scharf sind. Das ist aber ja zum einen auch nicht immer gewünscht, zum anderen bringt mich die Kenntnis dieses Begriffs im Alltag auch nicht weiter.


Ja, ich mag Technik, bin auch interessiert daran, was verschiedene Kameras so können oder nicht können oder auch wie das Fotografieren prinzipiell funktioniert, wie man die Kamera einstellt, damit man dann das Bild erhält, das man sich vorgestellt hat.


Und ja, ich kenne den einen oder anderen fotografischen Fachbegriff, mir ist bekannt und bewusst, was die Dinge bedeuten, es ist aber nicht so, dass mich das in meiner Fotografie leitet oder im schlimmsten Fall sogar bremst. Ich sollte natürlich wissen, wie Brennweite, Blende oder Verschlusszeit funktionieren, um ein halbwegs vernünftiges Foto zu machen, aber ob ich jetzt weiß, was „Intentional Camera Movement“, „Nodalpunktadapter“ oder „Cross-Entwicklung“ bedeuten, ist zumindest für meine Fotografie absolut irrelevant.


Wenn es also tatsächlich ums Fotografieren geht, bin ich meistens eher intuitiv als überlegt und geplant. Es sei denn, ich habe mir ein Projekt vorgenommen, dann braucht es aus meiner Sicht das eine oder andere „Ankerbild“, das muss dann schon etwas geplant sein, damit dann auch später im Fotobuch kein wichtiges Foto fehlt und jedes Bild so aussieht wie es gedacht war.


Also dann, macht weiterhin gute Bilder und lasst Euch nicht zu sehr von der Technik leiten oder einschränken.


Ich wünsche Euch einen Schönen Sonntag.

Ralf


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