• Ralf Metzger

Wahrnehmung


Mein fotografisches Motto für dieses Jahr Motto lautet „Wahrnehmung“ Ich habe mir ein Motto gesetzt, um mich etwas bewusster als zuvor mit der Fotografie zu beschäftigen.


Denn ich habe für mich festgestellt, dass ich seit Beginn meiner Fotografie bewusster sehe und mit offeneren und geschärfteren Augen durch die Welt gehe als zuvor. Ich sehe Dinge, die mir vor meiner Zeit als Fotograf nicht aufgefallen wären - auch wenn ich die Kamera gerade nicht dabei habe.


Ich nehme z. B. Linien, Formen und Farben bewusster wahr und versuche, sofern ich gerade die Kamera in der Hand habe, diese auch fotografisch abzubilden. Das erzeugt bei Menschen um mich herum, die mich beobachten, ungläubige Blicke und sorgt für Verwirrung, da insbesondere Nicht-Fotografen nicht nachvollziehen können, was ich da denn gerade fotografiere: „Was fotografieren Sie denn da? Da ist doch kein Motiv, das sind doch nur Linien.“ – Ja, genau, das sind nur Linien und genau das ist gerade mein Motiv bzw. meine fotografische Herausforderung.


Bei solchen Streifzügen entstehen oft Fotos, die ich mir nicht an die Wand hängen würde und die man sicher auch nicht als einzelnes Foto zeigen oder in ein Fotoalbum packen würde, die aber je nach Thema in einer Fotoserie zum Thema „Abstraktion“ bzw. im Austausch mit anderen Fotografen eine große Wirkung entfalten können.


Hierbei fällt mir der Fotograf Siegfried Hansen ein. In seinem Buch „The Flow of the Lines“ hat er einige seiner besten Bilder zusammengestellt, die im ersten Moment verwirren mögen, wenn man sie aber im Zusammenhang und im Kontext „Linien im Bild“ betrachtet, ein großartiges Werk ergeben.


Habt Ihr Euch schon mal bewusst mit Eurer Wahrnehmung in Bezug auf die Fotografie beschäftigt?

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