• Ralf Metzger

Unterwegs in Frankfurt am Main und im Wald


Am vergangenen Donnerstag war ich das erste Mal seit über zwei Jahren Home Office wieder zum Arbeiten in Frankfurt am Main. Hätte mir das vor drei Jahren jemand erzählt, hätte ich ihn noch für verrückt erklärt, aber wie wir alle wissen, hat sich die Welt Anfang 2020 massiv verändert.


Allein die Fahrt im Zug hatte schon etwas Verrücktes – alle Fahrgäste sind maskiert und der Zug ist bei weitem nicht so voll wie damals, als ich noch regelmäßig auf dieser Strecke unterwegs war. In der Stadt sah das schon anders aus, die Innenstadt ist inzwischen wieder sehr gut bevölkert, ein guter Schritt in Richtung zurück zur Normalität. Natürlich hatte ich auch die Kamera dabei und habe auf dem Hin- und Rückweg zwischen Bahnhof und Büro sowie in der Mittagspause das eine oder andere Foto gemacht.


Dabei habe ich wieder festgestellt, wie schnell sich die Stadt verändert. Vor etwas mehr als zwei Jahren noch wollte ich zu Beginn eines Hochhausbaus das Entstehen des Gebäudes fotografisch begleiten vom Aushub der Grube bis zur Montage der Antenne auf der Dachspitze. Durch die äußeren Umstände hat das nun nicht funktioniert und das Hochhaus ist inzwischen nicht nur fertig gebaut, es ist sogar schon vollständig bezogen und seiner endgültigen Bestimmung übergeben. Ich bin immer wieder sprachlos und beeindruckt von der Geschwindigkeit in den Städten, insbesondere Großstädten wie Frankfurt. So ist man beim fotografischen Stadtspaziergang auch schnell überfordert von der Fülle an fotografischen Möglichkeiten (wenn man sich nicht ein enges fotografisches Thema setzt, auf das man sich konzentriert).


Ganz anders ist es da bei meinen Fototouren im Wald, den ich in den vergangenen zwei Jahren schätzen und lieben gelernt habe. Hier ist nichts vom Trubel der Großstadt zu spüren. Schon ein paar Schritte entfernt vom Parkplatz am Waldrand scheint man in eine andere Welt abzutauchen. Ich genieße die Ruhe und Stille, das Rauschen der Blätter und das Gezwitscher der Vögel.

Hier kann ich abschalten und mich auf das einzelne Foto konzentrieren, wobei mir das Fotografieren im Wald nach wie vor schwerfällt, aber ich glaube, inzwischen einen Zugang gefunden zu haben (siehe hierzu auch meine Blogposts zu den Themen „Wischeffekte im Nadelwald“ sowie „Vom Fehler zur künstlerischen Fotografie“), wobei ich nicht glaube, dass das mein Allheilmittel für das Fotografieren im Wald sein wird, aber es ist zumindest ein guter Anfang.


Nun bin ich etwas sehr literarisch und philosophisch geworden, aber genau das mag ich am Schreiben, das ich am Anfang nie so genau weiß, wohin mich der Weg führen wird. Ähnlich ist es manchmal auch mit meiner Fotografie und das ist doch das Spannende an unserem Hobby, das man immer wieder neue Seiten entdeckt.


Bis bald.

Ralf


9 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Stille