• Ralf Metzger

Mit der Kamera im Urlaub – Teil 2


Meine Frau und ich reisen gern. Als wir noch zu zweit waren, sind wir auch mehrmals pro Jahr unterwegs gewesen, der Sommerurlaub ging etwas länger und auch schon mal ins benachbarte Ausland, im Frühjahr und im Herbst kam dann hier und da noch ein Kurztrip innerhalb Deutschlands dazu. Mit Hausbau und Nachwuchs haben sich da die Prioritäten etwas verschoben, so dass wir die Anzahl der Urlaube etwas reduziert haben.


Aber egal wie oft wir unterwegs waren und ob mit oder ohne Kind, Fotos haben für mich schon immer zum Urlaub dazu gehört. Da bin ich stark familiär geprägt. Mein Vater und mein Großvater waren schon seit ich denken kann immer mit der Kamera unterwegs, damals natürlich analog. Meistens wurde nicht auf Farbfilm, sondern auf Diafilm fotografiert, so dass mir die legendären Diaabende natürlich ein Begriff sind.


Daher bin ich also erblich vorbelastet und somit ist auch bei mir schon seit langem die Kamera bei jedem Urlaub mit am Start. Die ältesten Fotos, die ich finden konnte, habe ich im Alter von 12 Jahren 1987 im Urlaub am Plattensee in Ungarn gemacht. Ich kann mich nicht mehr genau an die Kamera erinnern, aber die erste, die ich selbst besessen habe, war eine rote Fixfokus-Kamera von Revue.


Jedenfalls ist bis heute die Kamera immer mein treuer Begleiter auf Reisen, wobei ich in den letzten Jahren im Urlaub immer öfter die Kamera in der Tasche lasse und statt dessen das Smartphone zücke. Die Kameratechnik in den Smartphones hat sich in den letzten Jahren so rasant entwickelt, dass die Qualität für Schnappschüsse im Urlaub absolut ausreichend ist, selbst wenn daraus (wie das bei immer der Fall ist) ein Fotobuch entstehen soll.


In diesem Sommer werden wir mal wieder auf die Insel Föhr fahren, also ein Familienurlaub, bei dem die Kamera eine untergeordnete Rolle spielen wird. Allerdings werde ich mir einen oder zwei Nachmittage gönnen, in denen ich ganz allein und bewusst zum Fotografieren losziehen werde. Ich werde darüber berichten. Die Fotografie soll und darf daher beim Familienurlaub nicht der Schwerpunkt sein, sonst fühlt sich die Familie vernachlässigt. Außerdem möchte ich selbst ja auch Zeit mit Frau und Kind verbringen, daher fahren wir ja gerade gemeinsam in Urlaub.


Im Gegensatz dazu werde ich bei guter Gelegenheit dieses oder nächstes Jahr ein Wochenende mit einem Fotofreund in der Rhön fotografieren. Hier steht dann also nicht Urlaub oder Erholung im Mittelpunkt, sondern die Fotografie, so dass hier natürlich dann auch das „große Besteck“, also die Kamera mit einem oder mehreren Objektiven zum Einsatz kommt, da der Ausflug genau auf die Fotografie ausgelegt ist – abgesehen von dem einen oder anderen kulinarischen Highlight. 😊

Ich sehe hier also einen großen Unterschied zwischen dem Reisen mit der Familie und dem Reisen allein oder mit Fotofreunden.


Wie handhabt Ihr den Umgang mit der Kamera im Urlaub? Trennt Ihr Familienzeit und Kamerazeit oder gibt es da Kompromisse und Überschneidungen?


Bis bald.

Ralf


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