• Ralf Metzger

Mein Fotorucksack


Inspiriert zu diesem Artikel wurde ich durch den fotocommunity-Podcast „Zwischen Blende und Zeit“, der am vergangenen Mittwoch das Thema "Deine Fototasche! Nur Technik, oder doch ein Statement!?" behandelt hat.


Ich kann diese Frage nicht mit einem Satz beantworten, da es bei mir darauf ankommt, was ich fotografiere bzw. ob ich im Urlaub oder zu Hause fotografiere.


Mein erstes Kamerasystem war das Canon EOS-System, zunächst eine EOS 1000D, später eine 700D. Hier hatte ich ein Universalzoom 18-135 mm als „Immerdrauf-Objektiv“, ein 70-300 mm für den Besuch im Wildpark sowie den Joghurtbecher, also das 50mm 1.8, um hier und da etwas zu spielen und den Umgang mit der Festbrennweite zu trainieren.


Mit meinem Umstieg auf das Sony-System im Herbst 2018, genauer gesagt auf die Sony alpha 6000, habe ich das Universal-Zoom verkauft, nutze aber weiterhin das Telezoom für Tieraufnahmen, da es mir einfach finanziell noch nicht möglich war, auch mit dem Teleobjektiv auf das Sony-System umzusteigen.


Wenn ich also bei uns zu Hause in den Wildpark gehe, dann habe ich die Canon EOS 700D mit dem 70-300-mm-Objektiv dabei, das ganze verpackt in einen kleinen Fotorucksack mit der Bezeichnung „Rollei Fotoliner M“. Außer Body und Objektiv sind lediglich noch zwei Ersatzakkus im Gepäck. Das ist das Szenario „Tierfotografie“.


Das zweite Szenario namens „Mit der Kamera im Urlaub“ sieht so aus, dass zwar auch hier der Rollei-Fotorucksack das Mittel der Wahl ist, allerdings ist dieser dann anders gefüllt. Die Canon mit dem Teleobjektiv bleibt zu Hause. Stattdessen wird die Sony mit dem Objektiv 18-105mm/f4 eingepackt. Dazu kommen noch ein paar Ersatzakkus, eine Powerbank, ein paar ND-Filter, um z. B. am Meer die eine oder andere Langzeitbelichtung zu machen und ein kompaktes Stativ. Außerdem nehme ich noch den Flow-Mow mit, ein kleines Gadget für geschwenkte Zeitrafferaufnahmen mit dem Smartphone. Für den Großteil der Zeit reicht hier allerdings die Kamera mit dem Objektiv ohne weitere Zusätze aus. Daher kommt es gelegentlich auch vor, dass ich den Rucksack komplett im Auto oder in der Wohnung lasse und nur mit der umgehängten Kamera losziehe.


Das dritte Szenario „spontane Fotografie im heimischen Umfeld“ sieht so aus, dass ich zu Hause mit der Kamera losziehe, um zum Beispiel in Feld und Wald zu fotografieren oder die eine oder andere Dorfansicht einzufangen. Dann ist auch die Sony mit dem Immerdrauf-Zoom meine Wahl. Allerdings rühre ich dazu nicht mal einen Rucksack an, sondern nehme die Kamera „lose“ mit. Im Auto liegt sie neben mir auf dem Beifahrersitz und während meiner fotografischen Runde ist sie immer am Mann, entweder mit Kameragurt oder mit Handschlaufe.


Ihr seht also, ich bin sehr minimalistisch unterwegs. Es gab auch schon Zeiten, in denen das anders war und ich noch das eine oder andere alternative Objektiv mitgeschleppt habe. Da ich aber im Laufe der Zeit gemerkt habe, dass ich sowieso in den seltensten Fällen das Objektiv wechsle, sondern mit dem Universalobjektiv gut zurechtkomme und zufrieden bin, habe ich mich auch letztendlich davon verabschiedet, immer für alle Eventualitäten gerüstet sein zu müssen und mich auf eine minimale Ausrüstung beschränkt.


Wie haltet Ihr es mit der Ausrüstung? Wollt Ihr immer für alles gewappnet sein und schleppt einen Fuhrpark an Bodys und Objektiven mit oder seid Ihr auch eher minimalistisch unterwegs?



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