• Ralf Metzger

Großauftrag an die Druckerei


Im vergangenen Jahr habe ich an einem Fotowettbewerb der Stadt Nidderau zum Thema „Ernte“ teilgenommen. Eines meiner Fotos hat es in die engere Auswahl und somit auch in den fertigen Kalender geschafft. Nachdem der Kalender dann gedruckt war, habe ich auch ein Exemplar erhalten.


Allerdings war ich an verschiedenen Stellen enttäuscht. Zum Beispiel war in der Ausschreibung nicht erwähnt, ob es sich um Fotos im Quer- oder im Hochformat handeln sollte. Das hatte zur Folge, dass mein Foto, welches eine Querformat-Aufnahme war, für den fertigen Kalender zum Hochformat beschnitten wurde. Damit hat das Foto für mich nicht mehr die gleiche Aussage wie das Original.


Zum anderen war der Kalender bei einem Druckdienstleister bestellt, so dass das Titelblatt ein generisches Titelblatt des Anbieters war und man auch auf jeder Seite des Kalenders das Logo des Anbieters prangen sah. Es gab also generell wenig Gestaltungsspielraum.


Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass die Produktion auch nicht ganz kostengünstig war.

Da ich also an verschiedenen Stellen Verbesserungspotential gesehen habe, habe ich Kontakt mit der Stadt aufgenommen mit dem Wunsch, an der Gestaltung des nächsten Kalenders teilnehmen zu dürfen. Diese Anfrage ist auf große Resonanz gestoßen, so dass ich zu gegebener Zeit zur Sitzung der Engagement-Lotsen eingeladen wurde und meine Ideen für den zukünftigen Kalender vorstellen durfte, nämlich vor allem eine detailliertere Ausschreibung sowie die Auswahl eines anderen Druckanbieters.


Die Ausschreibung habe ich anhand der Vorlage des letzten Jahres etwas angepasst und erweitert, woraufhin sie in den städtischen Publikationen veröffentlicht wurde. Nach Abschluss des Wettbewerbs gab es tatsächlich zahlreiche Einsendungen. Ich habe mir alle Fotos schicken lassen und davon Abzüge im Format A4 gemacht, um den Engagement-Lotsen die Auswahl der Siegerbilder des Wettbewerbs sowie der Bilder, die Teil des Kalenders werden sollen, etwas zu vereinfachen.


Mit diesen Bildern bin ich in die Druckerei nach Hanau gefahren und habe dort die Details geklärt. Die Stadt hatte sich für eine Auflage von 100 Stück entschieden, was auch bedeutete, dass der Stückpreis sehr gering ausfallen würde. Allerdings hatte ich mir keine Gedanken über die Stärke des Papiers gemacht. Blättern im Musterbuch und Vergleich mit dem Kalender des Vorjahres hat uns zu einer Papierstärke von 250g/m² gebracht.


In der Druckerei konnten wir den Kalender allerdings nicht layouten, da es keine Vorlage gab, die meinen Wünschen entsprochen hat. Zwar könnte man mir einen Kalender gestalten, allerdings würde das etwa zwei Stunden dauern bei einem Nettostundensatz von ca. € 60. Stattdessen hat der Mitarbeiter mit vorgeschlagen, mir im Internet ein passendes Kalendarium zu suchen, den Kalender selbst in PowerPoint oder Photoshop zu gestalten und daraufhin ein 13-seitiges PDF mit vorgegebenen Abmessungen daraus zu erstellen.


Das habe ich am Nachmittag getan. Außerdem habe ich die Hintergrundfarbe von dezentem Grau auf ein neutrales Weiß geändert und in Rücksprache mit der Stadt die Farbgebung an das Corporate Design der Stadt angepasst.


Noch am gleichen Tag habe ich die fertige Datei an die Druckerei geschickt und diese auch für den Druck freigegeben. Jetzt dauert es (Materialverfügbarkeit bei der Druckerei vorausgesetzt) ca. 10 Tage, bis die Kalender gedruckt und abholbereit sind. Ich bin gespannt auf das Ergebnis und auch darauf, ob die Kalender rechtzeitig zum Danke-Abend der Stadt Nidderau am 24. Oktober fertig werden.


Ich werde es Euch auf jeden Fall wissen lassen und wünsche Euch einen Schönen Sonntag.

Ralf


10 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen