• Ralf Metzger

Welche Geschichte möchtest Du über Dich erzählen?


Wir kennen es alle. Wir sind auf einer größeren Feier, z. B. einer Hochzeit, und kennen nur einen Teil der Leute. Wir kommen mit fremden Personen ins Gespräch und erzählen über uns, wollen aber auch etwas über die anderen erfahren.


Ziemlich schnell kommt dann die Frage: „Und was machst Du so?“ – So oder so ähnlich hat das sicher der eine oder andere schon einmal erlebt. Und was ist hier üblicherweise die Antwort? Vermutlich erzählst Du zuerst von Deinem Beruf, von der Tätigkeit, die einen Großteil Deiner Zeit in Anspruch nimmt und mit der Du Dein Geld verdienst. Mit dem Satz „Ich arbeite in einer Bank“ ist das Gesprächsthema für die nächsten Minuten gesetzt, obwohl Du darüber vielleicht gar nicht sprechen willst.


Wäre es also nicht viel schöner, das Gespräch gleich zu Beginn nicht auf meinen Beruf, sondern auf mein Hobby, meine Leidenschaft zu lenken? Das könnte sich dann zum Beispiel so anhören: „Ich bin Fotograf. Mein Geld verdiene ich in einer Bank, aber in meiner Freizeit verbringe ich jede freie Minute mit Themen rund um die Fotografie“


Darauf kann dann ein viel leidenschaftlicheres Gespräch aufbauen, Du kannst von Deinen Erfahrungen mit der Fotografie erzählen, Deinen Urlaubsfotos, den Themen, die Dich fotografisch bewegen oder auch von besonderen Begegnungen, die Dir die Fotografie schon beschert hat. Ich lande dann oft bei Themen wie „reduzierte Fotoausrüstung“ und „Gestaltung von Fotobüchern“.


Ich vermute, dass sich eine Vielzahl der Menschen schon mit der Fotografie beschäftigt haben, insbesondere, da heutzutage die neuen Smartphones auch gute Möglichkeiten bieten, so dass man zum Fotografieren gar nicht mehr unbedingt eine Kamera benötigt. Hier gibt es dann die verschiedensten Erfahrungsstufen und Intensitäten des fotografischen Schaffens, von der Oma, die gelegentlich ihren Enkel mit dem Smartphone fotografiert über den Hochzeitsfotografen, der vom Wochenende mit 2000 Fotos nach Hause kommt, bis hin zum Pressefotografen wie z. B. Kai Pfaffenbach, die sich immer wieder in Lebensgefahr begeben, um für uns alle aussagekräftige Fotos aus den Krisengebieten dieser Welt zu liefern.


Vielleicht kommst Du mit Deinem Gegenüber sogar auf Gemeinsamkeiten rund um die Fotografie, die dann im Laufe des Abends bei einem weiteren Glas Wein oder Bier (gern auch alkoholfrei 😀) vertieft werden können. Und wenn es ganz gut läuft, dann hat man an diesem Abend vielleicht einen fotografischen Sparrings-Partner für die Zukunft gefunden.


Ein weiteres Thema kann hier aufkommen mit der Frage, warum Du eigentlich fotografierst? Dies werde ich hier im Blog bei guter Gelegenheit auch einmal aufgreifen, wobei ich mir gar nicht sicher bin, ob ich diese Frage für mich schon abschließend beantworten kann.


Daher ist meine wärmste Empfehlung: Sprecht über Eure Fotografie und Eure Erfahrungen und versucht dadurch, neue Kontakte zu knüpfen, die Euch im Idealfall nicht nur fotografisch, sondern auch persönlich eine interessante und spannende Zukunft bescheren.


Und nun stelle ich noch einmal die Frage aus der Überschrift: Welche Geschichte möchtest Du über Dich erzählen?


Bis bald.

Ralf


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