• Ralf Metzger

Schwarzweiß ist weitab jeder Realität – Na und?


Ich bin ein Freund davon, jedermann seine fotografische Identität ausleben zu lassen, wie er das für richtig hält.


Der eine fotografiert auf Film, der andere digital. Einer ist minimalistisch mit einer Kamera und einem Objektiv unterwegs, der andere schleppt den halben Objektivfuhrpark mit in der Hoffnung, für alles gewappnet zu sein. Einer fotografiert in Farbe und lässt diese in Lightroom auch noch extra knallen, der andere mag nur schwarzweiß, sei es mit schwachem oder starkem Kontrast.


Ja, Schwarzweiß haben wir vor vielen Jahrzehnten schon fotografiert und die Technik hat sich weiterentwickelt, so dass wir heutzutage nicht nur farbig, sondern wenn wir wollen sogar farbrealistisch fotografieren können.


Wir können! Aber vielleicht wollen wir das gar nicht. Es gibt Fotografen, die das reduzierte Schwarzweiß bewusst einsetzen, um in der Architektur Linien und Kontraste besonders zur Geltung kommen zu lassen oder in der Porträtfotografie besonders ausdrucksstarke und emotionale Momente einzufangen.


Ist das falsch oder antiquiert? Ich denke nicht, sondern sehe es einfach als eine der vielen Spielarten der Fotografie und die sollten wir zumindest respektieren, selbst oder gerade, wenn sich uns selbst der Zugang dazu nicht erschließt.


Jetzt habe ich mich angehört wie ein Psychologe oder wie ein Pfarrer, das war gar nicht beabsichtigt. Aber so ist das manchmal, wenn ich anfange zu schreiben und dann plötzlich in den Flow komme.


Habt einen schönen Sonntag und bis bald.

Ralf


P. S.: Wenn dieser Blogpost erscheint, geht gerade ein hoffentlich sehr ereignis- und erlebnisreicher Tag mit einer kleinen Gruppe von Fotografen bei Leica in Wetzlar zu Ende. Davon werde ich sicherlich demnächst ausführlich berichten. Seid gespannt!

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