• Ralf Metzger

"Höher, schneller, weiter, besser!" (Reduktion Teil 1)

Aktualisiert: 10. März


Immer und überall werden wir angetrieben, andere und uns selbst zu übertrumpfen.

Warum? Sicher spielt hier die Erwartungshaltung der Menschen um uns herum eine große Rolle, sei es privat oder vor allem beruflich. Die Erwartungen von außen schlagen auf uns selbst zurück und setzen uns unter Druck.


In Bezug auf die Fotografie kann das so aussehen, dass ich glaube, das Umfeld erwarte eine kontinuierliche Steigerung meiner fotografischen Leistung. Der Trugschluss kann hier die Annahme sein, dass bessere Leistung durch mehr und bessere und teurere Technik erkauft werden kann. Das ist aber mitnichten so. Irgendwann habe ich dann viel Geld ausgegeben und nenne mehrere Kameras, Objektive in allen Brennweitenbereichen, zahlreiche Filter, Stative und weiteres Kleinzubehör mein Eigentum.


Wenn ich mir dann aber überlege, dass ich eigentlich am liebsten immer die eine Kamera mit diesem einen Objektiv benutze, und alles andere nur nutzlos herumliegt, ist das nicht nur schade, sondern wäre auch vermeidbar gewesen.


Mein Aufruf wäre also: Lasst uns herausfinden, mit welcher Kombination aus Kamera und Objektiv wir uns wohlfühlen und zufrieden sind. Diese Kombination sollte dann ausgiebig zum Einsatz kommen, ohne all die anderen Varianten mit in die Tasche zu packen.


Vielmehr besteht die Aufgabe jetzt darin, mit dieser Kamera-Objektiv-Kombination rauszugehen und zu schauen, was ich mit dieser Ausrüstung in Sachen Motivauswahl und Bildgestaltung alles anrichten kann, um dann am Ende des Tages gute Bilder zu erhalten.


Wobei – was ist ein gutes Bild? Aber darüber habe ich ja an anderer Stelle schon geschrieben.

Ich jedenfalls werde morgen wieder meine Kamera, nein, mein Smartphone in die Hand nehmen, um mit einer dadurch noch höheren Stufe an Reduktion mein Foto des Tages in den Wirren des Alltags zu finden.

Bis bald.

Ralf


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